Das Körpergewicht ist ein biometrisches Merkmal, das häufig in Verbindung mit Schöheitsidealen ins Gespräch kommt. Dabei sollte jedem klar sein, dass es sich hier um ein Thema aus dem Bereich Gesundheit handelt. Es herrscht Unklarheit darüber, was genau ein Normal-, Über- oder Untergewicht ist, aber Richtwerte sind durchaus berechenbar.
Der BMI ist veraltet
Viele Menschen richten sich bei ihrem Körpergewicht noch immer nach dem BMI, dem Body-Mass-Index oder zu Deutsch Körpermasseindex. Dieser Index wird durch die Formel Gewicht/Masse (m) geteilt durch Körperlänge hoch 2 (l2) berechnet. Dieser Rechenweg ignoriert allerdings den Körperfettanteil. Muskelfasern wiegen mehr als Fett, was sich aber beim BMI nicht niederschlägt. Es gibt zwar Versuche, eine Körperfettmessung mit dem BMI zu verbinden, aber eigentlich wird der Body-Mass-Index dadurch unnötig. Man muss sich also nicht mehr mit der Formel beschäftigen, sondern benötigt stattdessen nur eine Waage, die den Körperfettanteil feststellen kann. Es gibt zwar schon wieder neue Überlegungen in Bezug auf eine Formel zur Berechnung des optimalen Gewichtes, doch der Taille-Hüft-Quotient ist beispielsweise ebenfalls nicht die ultimative Antwort auf die Frage nach dem Idealgewicht.
Fett ist nicht gleich Fett
Es gibt verschiedene Formen von Körperfett. Diesen kommt auch eine unterschiedliche Bedeutung zu. Körperfett generell ist lebensnotwendig. Es schützt die inneren Organe und die Gelenke. Es speichert Energie, Wärme und Vitamine. Unsere Haut, unsere Fingernägel und noch viele weitere Körperteile und Körperfunktionen bedürfen des Körperfettes, um überhaupt zu funktionieren. In Bezug auf die Gesundheit ist das Viszeralfett oder auch intraabdominales Fett bzw. Eingeweidefett mehr und mehr ins Zentrum des Interesses gelangt. Es befindet sich in der freien Bauchhöhle und umhüllt dort die inneren Organe, vor allem das Verdauungssystem.
Bei Nahrungsmangel dient das Viszeralfett dem Körper als Energiereserve. Das verbreitete Übergewicht in den Industriestaaten geht mit einer zu großen Einlagerung von Viszeralfett einher. Falsche Ernährung führt zu Einlagerungsgrößen, die biologisch gesehen keinen Sinn ergeben. Besonders Männer sind von einem Übervorkommen von Viszeralfett betroffen, da sich bei vielen Frauen das Fett gewöhnlich zunächst in anderen Regionen, beispielsweise als sogenanntes Hüftfett, ablagert. Es gibt Waagen, die nicht allein den Körperfettanteil ermitteln können, sondern auch angeben, wie viel Viszeralfett im Körper vorhanden ist.
Folgen des zu hohen Fettanteils
Ein zu hoher Anteil an Viszeralfett führt zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzinfarkte sind hier das bekannteste Beispiel, aber auch Schlaganfälle und Diabetes Typ2 sind zu nennen. Um dieses Risiko zu vermeiden, ist Sport besonders wichtig. Man sollte nicht unbedingt einfach irgendwas drauf los trainieren, sondern sich von einem ausgebildeten Trainer bei der Wahl eines Programms helfen lassen. Auch die richtige Ernährung besteht nicht einfach aus der verringerten Aufnahme von Essen, es ist wichtiger, was man dem Körper zufügt.
Wenn man mit Ernährungsratgebern nicht zufrieden ist, kann auch hier ein Trainer oder ein anderer Experte beratend helfen. Regelmäßigkeit ist besonders wichtig. Einmal Sport treiben bringt nicht viel, man sollte sich schon mindestens zweimal die Woche etwas mehr als gewöhnlich bewegen. Eine gesunde Ernährung beinhaltet die tägliche Aufnahme von Obst und Gemüse. Zusätzlich ist die ausreichende Wasserversorgung wichtig für den Körper. Wer häufiger seinen Körperfettanteil kontrolliert und auf das Ergebnis angemessen reagiert, hat gute Chancen, seine Lebensdauer zu verlängern und für lange Zeit fit zu bleiben.