Facettenreiche Klebebildchen
Februar 23rd, 2011 von admin in Freizeitkonzepte

Briefmarken sind ja eigentlich ein denkbar ordinäres Alltagsgut und weit entfernt von Glamour oder Prominenz. Dennoch sind sie eine besondere Art von Zeitzeugen und werden immer wieder in Einzelfällen berühmt, mit viel Geld in Verbindung gebracht oder zu etwas anderem nutzbar gemacht als “nur” zum frei machen von Briefen und damit dem Verschicken von Post. Woher kommt diese Faszination?

Der besondere Brief braucht die besondere Marke

Der gute alte Brief ist ja sowieso schon ein wenig aus der Mode geraten, doch wenn man noch einen verschickt, hat er geradezu schon einen festlichen und besonderen Charakter. Also sucht man auch die passende Marke dazu aus. Und bei der Post kann man zum Glück auch nicht nur irgendwelche Briefmarken kaufen, sondern sie hält neben der aktuellen Kollektion, die zur Zeit aus Blütenmotiven besteht, immer auch Sondermarken und Themenheftchen mit den gesuchten Postwertzeichen bereit. Auch hier gibt es jeweils eine aktuelle Kollektion aber auch vergangene Sondermarken sind meist noch lange erhältlich. Seien es weihnachtliche Motive oder andere Kleinstbildchen, die zur Jahreszeit passen – für jeden Anlass gibt es die passende Briefmarke. Durch den Anlass bestimmt sind häufig auch die ausgewählten Motive auf den entsprechenden Sondermarken. So kündigte die kanadische Post gerade an, der Hochzeit des englischen Kronprinzen zwei Sondermarken zu widmen. Es gibt Marken zu Festspielen, Museumseröffnungen, Naturkatastrophen oder historischen Persönlichkeiten und Ereignissen. Und genau hier kommt die Rolle der Briefmarke als „zackiger Zeitzeuge“ ins Spiel.

Bildendes Hobby

Das Sammeln von Briefmarken erfreut sich nicht zuletzt als Hobby einer großen Beliebtheit. Sammlungen werden von Generation zu Generation weitergegeben und nicht selten werden auch von Kulturvereinen und Schulen die Philatelisten als Hüter der Zeitgeschichte gepriesen. Wer nämlich ein vollständiges Album deutscher Briefmarken der gesamten Vor- und Nachkriegszeit in den Händen hält, hat fast schon so etwas wie ein Geschichtsbuch in den Händen vor sich. Geweckt wird durch eine solche Sammlung, die man von Opa oder Uropa übernimmt, auch schnell die Lust an der Recherche über einzelne Marken. Und mit der Geschichte jeder Marke lernt man auch etwas über die Geschichte ihrer Zeit. Das kann sogar international sein. Nicht zuletzt würde ein Neu-Philatelist immer auch aus Interesse für den Wert der Marke solche Nachforschungen anstellen. Und wenn man sich einmal intensiv mit den kleinen Klebebildern befasst hat, ist die Sammelleidenschaft schnell entfacht und die Sammlung und damit auch die Schau auf Ereignisse und Gesichter der Zeitgeschichte wird fortgesetzt.

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