Eine deutsche Erfolgsgeschichte
März 19th, 2010 von admin in Finanzkonzepte

Wenn es um das Thema Sport geht ist es auch immer wichtig die richtige Ausrüstung zu haben. Um diese kümmern sich die Sportartikelhersteller dieser Welt. Einer der erfolgreichsten auf diesem Gebiet ist eine Marke aus Deutschland, nämlich Adidas.

Das Unternehmen besteht als solches seit Ende der 1940er Jahre und ist damit eines der ersten Unternehmen aus Deutschland, dass direkt nach dem Zweiten Weltkrieg zum wirtschaftlichen Aufschwung beitrug. Die Geschichte beginnt aber bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg, genauer gesagt in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Brüder Rudolf und Adolf Dassler fingen damals an in der Waschküche ihrer Mutter Turnschuhe zu fertigen, die an den Fuß des jeweiligen Sportlers optimal passten.

Das Schustern hatten die beiden vom Vater gelernt, der gelernter Schuhmacher war. Adolf Dassler, der jüngere der beiden übernahm 1920 den Betrieb des Vaters und fertigte von da an hauptberuflich Turnschuhe. 1924 stieg Rudolf mit in den Schuhmacherbetrieb ein, der von da an „Gebrüder Dassler“ hieß und 1925 den ersten Fußballschuh auf den Markt brachte und bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin viele Sportler, darunter auch den amerikanische Leichtathlet Jesse Owens, ausstatteten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu Bruch zwischen den Brüdern und sie teilten die Firma auf. Adolf nannte seinen Betrieb Adidas und Rudolf nannte seinen Puma und es waren zwei der größten Sportartikelhersteller der Welt geboren.

Adidas wird weltbekannt

Der erste große Erfolg den das Unternehmen von Adolf Dassler erzielte war die Ausstattung der Fußball-Nationalmannschaft 1954. Die Schraubstollen verschafften der deutschen Elf einen Vorteil, der sich auf dem nassen Boden besonders bezahlt machte und schließlich dafür sorgte, dass Deutschland Weltmeister wurde.

Danach ging es für Adidas nur noch bergauf und auch der ewige Streit zwischen den Brüdern fand kein Ende und bis zum Tod von Rudolf Dassler 1974 sollen beide kein Wort miteinander gesprochen haben. Auch nach dem Tod der Brüder gab es immer noch Spannungen zwischen den Familien und Konzernen, der nun von den Söhnen Armin Dassler (Sohn von Rudolf) und Horst Dassler (Sohn von Adolf) weiter geführt wurde. Der Streit spitzte sich besonders zu, nachdem Armin Dassler den brasilianischen Fußballer Pelé für Puma unter Vertrag nahm, obwohl die Gebrüder Dassler darüber Jahre zuvor ein Friedensabkommen geschlossen hatten.

Neben den Streitigkeiten stand das Geschäft aber an erster Stelle und so gründete Horst Dassler 1973 den Schwimmartikel-Hersteller Arena und übernahm nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1978 zusammen mit seiner Mutter das Unternehmen. Erst neun Jahre nach dem Börsengang des Konkurrenzunternehmens Puma ging auch Adidas 1995 an die Börse und ist seitdem nicht mehr ausschließlich in Familienhand.

Mittlerweile gibt es bei Adidas keine Probleme mehr mit Familienstreitigkeiten und das Unternehmen macht jährlich einen Umsatz in Milliardenhöhe.

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